Bilder aus der Schule und dem Alltag
Jeder hat Talente und Spaß am Lernen in der Gemeinschaft.
Leitspruch der Grundstufe
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Allgemein

Die Grundstufe umfasst, in Anlehnung an die Regelschule, vier Schulbesuchsjahre. Die Klassenstärke beträgt zwischen vier und sieben Schüler. Schwerpunkt in der Grundstufe stellt der Klassenlehrerunterricht dar. Klassen der Grundstufe gibt es sowohl in der Stammschule wie auch als Außenklasse an Grundschulen.


1) Sozial-emotionale Entwicklung

Entwicklung zur eigenständigen Persönlichkeit und der Grundlagen für das tägliche Zusammenleben.

Identitätsfindung:

1.jpgUm Fähigkeiten und Bedürfnisse zu erkennen und zu äußern und sich im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten zu äußern, werden immer wieder Lernsituati

onen geschaffen die es den Schüler/innen erlauben sich im spielerischen Handeln mit ihren Bedürfnissen und Erfahrungen im Lebensalltag auseinander zu setzen. Zielsetzung ist es hier die Schüler in der Lage zu bringen, eigene Bedürfnisse zu erkennen und nach Möglichkeit zu benennen. Hierzu ist der Ausgangspunkt die Auseinandersetzung mit sich selbst und die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt.

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Körperliche Bedürfnisse wahrnehmen
  • Mit anderen in Beziehung treten und Sozialkontakte aufbauen
    • In Beziehung treten über Körper und Bewegung
  • mit eigenen Gefühlen umgehen
  • Bedürfnisse äußern
    • Bedürfnisse anderer wahrnehmen 

Gruppenfindung:

Innerhalb der Klassengemeinschaft lernen die Schüler im Umgang miteinander,  gesellschaftliche Umgangsformen kennen und entwickeln ein eigenes soziales Verhalten durch Nachahmung und Beobachtung.

Gerade im Bereich der Grundstufe ist es wichtig, dass der Schüler ein Zugehörigkeitsgefühl entwickelt, weiß welches seine Klasse ist, seine Lehrer sind um sich in diesem zunächst „geschützten“ Rahmen der Klassengemeinschaft an den sozialen Verhaltensregeln der Gruppe zu orientieren und auszuprobieren .

  • Wer gehört zu meiner Klasse?
  • Erprobungsfeld für den Umgang miteinander
  • spielen lernen durch gemeinsames Handeln
  • Regelverständnis entwickeln
  • eigene Verhaltensmuster entwickeln


Die Schüler werden durch Kennenlernen verschiedener Verhaltensmuster, gesellschaftlicher Umgangsformen und Wertevermittlung  auf ein geregeltes Zusammenleben und den Umgang mit anderen Menschen so weit wie möglich vorbereitet.

2) Dialog mit den Eltern

Wir wollen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern schaffen, um das Kind gemeinsam zu begleiten und bestmöglichst fördern zu können.

Durch:

  • Elternabende
  • Einzelgespräche
  • ILEB-Gespräche (Individueller Lern- und Entwicklungsbegleiter)
  • Hausbesuche bei Bedarf
  • Mitteilungsheft, Telefonate und enger Kontakt

 

3) Übergang Kindergarten – Schule

  • Kontaktaufnahme mit der Familie vor der Einschulung
  • Eltern haben die Möglichkeit in der Schule zu Hospitieren
  • ggf. Elternabend zur Information über die Grundstufe (Stammschule / Außenklasse)


Die Schwerpunkte in den ersten Schulwochen :

  • Die Schüler lernen sich kennen und sich in der Schule zu orientieren
  • Die Schüler finden ihren Platz in der Klasse / Schule
  • Spiele zur Gruppenbildung
  • Schulalltag kennenlernen, mit seinen Aufgaben und Regeln
  • Klassenzimmer gemeinsam einrichten und dekorieren

 

4)    Grundlagen in den Kulturtechniken

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In einem ganzheitlichen, handlungs- sowie aktivitätsorientieren Unterricht werden Lesen/Schreiben und Rechnen in den Gesamtunterricht integriert.

Grundlagen für das Erlernen von Kulturtechniken sind u.a.:

  • Förderung der Feinmotorik4.jpg
  • Sinnentnahme aus Bildern
  • Symbolbewusstsein
  • Schriftzeichenerwerb
  • Buchstaben, Silben und Worte lesen
  • Farbe und Formen
  • Mengenerfassung
  • Ziffern

 
Diese Grundlagen werden entsprechend dem individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Schülers in der Grundstufe gelegt und  aufgebaut.

Das Lernangebot orientiert sich dabei am Lernstand des einzelnen Schülers und vermittelt sich durch auf den Schüler individuell zugeschnittenes Arbeitsmaterial. Dabei wechseln sich Phasen der Neueinführung mit Phasen der Übung und Festigung ab.

Als Leselerngang wird mit der Fibel „Momel lernt lesen“ gearbeitet.

 

5)    Kommunikation

Wir betrachten es als Grundrecht für jeden Schüler sich mitteilen zu können und verstanden zu werden. Das bedeutet, dass mit den Möglichkeiten eines jeden Schülers eine Kommunikationsform erarbeitet werden muss.

Dazu zählen u.a.: 5.jpg

  • Erzählanlässe schaffen, um die sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu fördern, wie z.B. Berichte von Wochenende im Morgenkreis.
  • Gebärden / gebärdenunterstützte Kommunikation (Nach „ Schau doch meine Hände an“)
  • Bilder und Symbole, die den Schülern helfen sich mitzuteilen.
  • Sprachausgabegeräte (z.B. Talker)


Dabei ist der Einbezug der Eltern für die jeweilige Kommunikationsform ein wesentlicher Bestandteil.

 

 

6)    Arbeitsverhalten im Unterricht entwickeln

Schwerpunkte:

  • Schul-und Klassenregeln erlernen 
  • Aufgaben und Pflichten im Schulaltag übernehmen
  • Eine Arbeitshaltung entwickeln
  • Arbeitsabläufe erlernen und üben
  • Umgang mit Materialien und Arbeitsgeräten (Besteck, Stift, Schere, Farben, Kleber, Papier, Stoff, Holz und Metall) kennen lernen und üben.

 

7)    Lern- und Erfahrungsfelder außerhalb der Schule

Öffnung des Unterrichts für Angebote in schulnaher Umgebung:

  • z.B. Einkaufen, Spielplatz, öffentliches Schwimmbad, Verkehrswege, Messe, Weihnachtsmarkt, Gemeinsames Lernen
  • z.B. klassenübergreifend bei Projekten

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8)    Selbstständige Lebensführung

In der Grundstufe sollen die Unterrichtsangebote in diesem Bereich elementare Kompetenzen und Fertigkeiten vermitteln, die zu größtmöglicher Selbständigkeit und somit zur Teilhabe an gemeinschaftlichem Leben führen

Selbstversorgung:
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  • Körperpflege und Hygiene
  • Kleidung – sich kleiden
  • Verantwortung für Eigentum entwickeln (z.B. Schultasche,            
  • Vesperdose, Sportbeutel, Kleidung)
  • Ernährung – tägl. Frühstück,  Mittagessen,                                             
  • Kochen in der Klassengemeinschaft,
  • Einkaufen

 
Mobilität:
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  • Bewegungselemente im Unterricht einbauen
  • Sport, Spiel, Tanz anbieten
  • Schulgelände nutzen    
  • Schulbus fahren
  • Lerngänge, Ausflüge u. Schullandheimaufenthalte durchführen
  • Zusammenarbeit mit Therapeuten


Spiel und Freizeit

  • Spiel und Freizeitgestaltung alleine und mit anderen zur erholung und Entwicklung eigerner Interessen nutzen.
  • Über spielerische Tätigkeiten Kontakte knüpfen und pflegen.

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9)    Religionsunterricht

Alle Schüler erhalten wöchentlich  zwei Stunden Religionsunterricht, da wir auf der Grundlage des Bildungsplans jeden Menschen als religiös begabt, als einmalig und mit Würde ausgestattet sehen; dies gilt für  Schüler aller Religionsgemeinschaften.

  • Er findet konfessionell-kooperativ statt
  • und bietet in der Gemeinschaft Raum für elementare Erfahrungen und Bedürfnisse der Kinder (wie Freude und Geborgenheit; Trauer und Angst).
  • Darüber hinaus wird die Frage nach Gott angeregt und wach gehalten, und ein kindgemäßer Glaubensbezug angebahnt.
  • Die Kinder lernen religiöse Rituale und Symbole kennen.
  • Sie erfahren Gemeinschaft bei Festen und Feiern, die sie kreativ mitgestalten.


Die Kinder werden durch die Schule auf ihrem Weg zur Integration in ihre Heimatpfarrgemeinde begleitet (zur Erstkommunion, später Konfirmation, evtl. zur Gruppenstunde).

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10) Außenklassen an der Hansjakob-Schule der Grundstufe

Außenklassen werden immer gemäß den Wünschen der Eltern und Erziehungsberechtigten eingerichtet. Hier passt sich die Schule an die Bedürfnisse an. So kann es sein, dass wir in einem Jahr mehrere ausgelagerte Klassen haben, in anderen Jahren ggf. sogar gar keine.

Die Lehrerinnen der verschiedenen Schularten arbeiten als Team zusammen, wobei die Verantwortung der Lehrkräfte für die jeweiligen Klassen ihrer Schulart erhalten bleibt (siehe auch Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg).

Die Außenklassen sind Teil der Hansjakob-Schule und werden an ihren jeweiligen Partnerschulen gemeinsam mit ihren Partnerklassen unterrichtet. Die Schüler/innen der  Hansjakob - Schule in den Außenklassen werden nach dem Bildungsplan der Schulen für geistig Behinderte unterrichtet.

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17.jpgDie Unterrichtszeiten richten sich nach den Gegebenheiten der jeweiligen Partnerschulen.

Die Neugründung und Weiterführung von Außenklassen obliegt der Bereitschaft der jeweiligen Partnerschulen und der Initiative und dem Interesse der Eltern, die Schüler/innen der Hansjakob-Schule für eine Außenklasse anmelden. Kann eine Außenklasse aus organisatorischen Gründen nicht zustande kommen, besuchen die Schüler/innen die Stammschule der Hansjakob-Schule in Offenburg.

Deutet sich bei Schüler/innen der Hansjakob-Schule ein höherer Förderbedarf, als er in einer Außenklasse möglich ist an, entscheidet das Lehrerteam mit der Hansjakob-Schule ob eine Beschulung des betroffenen Schülers an der Hansjakob-Schule sinnvoller ist.



Arbeitsgrundlagen in der Außenklasse:

  • Es liegen die Lehrpläne beider Schularten zugrunde
  • Für die Schüler der Hansjakob Schule gilt der Lehrplan für die Schule für Geistig Behinderte
  • Arbeitsgrundlage bildet ein individueller Entwicklungs-u. Förderplan für jeden Sonderschüler.
  • Es gilt auch für die Außenklasse das Grundstufenprofil der Hansjakob- Schule
  • Unterrichtsinhalte des Grundschulunterrichts werden in sonderpädagogischer Aufarbeitung für die Sonderschüler erfahrbar gemacht.
  • Zieldifferenzierung im Unterricht ermöglicht vielfältiges Lernen für die Schüler beider Schularten.
  • Lehrerteam gewährt intensive Unterrichtsbegleitung

 

Ziele der Unterrichtung in Außenklassen:

  • Kompetenzen im sozialen Umgang erwerben
  • Soziales Miteinander  üben, gestalten und leben
  • Kognitive und lebenspraktische Förderung durch: partizipieren, zuhören, zuschauen, nachahmen, gemeinsames Handeln und Erleben
  • Sprachförderung

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Rahmenbedingungen, Organisation:
 

Lehrerteam muss gewährleistet sein! 

  • Grundschullehrer/in,
  • Fachlehrerin an Schulen für Geistig Behinderte
  • Praktikant/in oder Bufdis
  • Stundenweise Begleitung des Unterrichts durch eine/n Sonderschullehrer/in 

2 Klassenräume 

  • möglichst nebeneinander

Finanzielle Regelungen der teilnehmenden Schulen müssen zugrunde liegen:

  • Materialverbrauch,
  • Nutzung der Technik,
  • Unkosten f. Raumnutzung