Bilder aus der Schule und dem Alltag
„Nicht unterrichten, sondern aufrichten.“
Leitspruch der Hauptstufe
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1. Organisatorisches:

In der Regel beginnt die Hauptstufe mit dem fünften Schulbesuchsjahr und endet mit dem neunten Schulbesuchsjahr. Der Besuch der Hauptstufe kann im Einzelfall und mit Rücksprache der Schulleitung verlängert werden.
Die Klassenstärke beträgt zwischen fünf und sieben Schülern. Die Zusammensetzung der Klassen erfolgt nach pädagogischen Gesichtspunkten. Es werden dabei das aktuelle Entwicklungsalter und die Lernvoraussetzung der Schüler sowie soziale Aspekte berücksichtigt. Die Klassenzusammensetzung sollte möglichst altersentsprechend und unabhängig vom Geschlecht erfolgen.
Die Schüler besuchen neben dem Klassenlehrerunterricht den Fachlehrerunterricht. Dabei wird geübt, den vermehrten Wechsel von Begleit- und Bezugspersonen zu akzeptieren. Auch Schüler mit intensiven Förderbedürfnissen sind in der Klasse integriert.
Die Klassen können sowohl in der Stammschule als auch in den Außenklassen unterrichtet werden.


Bedeutsames in der Lebensphase der Schüler:

  • Gefühle
  • Ablösung von den Eltern
  • Identitätsbildung
  • Vorbilder suchen
  • Freunde
  • Eigenverantwortung
  • Neue Medien
  • Musik
  • Konflikte
  • Sexualität

2. Stufenprofil Hauptstufe:

Kulturtechniken: Die jeweiligen Kenntnisse der Schüler im Lesen und Schreiben sowie im Bereich Mathematik  werden vertieft und weiterentwickelt.  Dies findet integriert im Unterricht in allen Fächerverbünden statt und beim differenzierten Üben in z.T. leistungshomogenen Gruppen. Außerdem wird die begonnene Kommunikationsförderung weitergeführt.

Identitätsbildung/ Gefühle/ Konflikte: Der Schwerpunkt liegt im Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen sowie die Wahrnehmung von Gefühlen. Außerdem auf der Festigung der Regeln des Zusammenlebens in der Klasse bzw. Schule und im Kontakt mit Menschen außerhalb des Orts Schule, z. B. in Freizeiteinrichtungen.
Gemeinsames Lernen mit Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen im Bereich der Sekundarstufe arrangieren und planen.   

Sexualität: Der Schwerpunkt liegt in der Wahrnehmung der Veränderung des eigenen Körpers, u. a. Kurse über Partnerschaft, Liebe und Sexualität.

Sinnvolle Freizeitgestaltung: Es sollen außerunterrichtliche Veranstaltungen besucht werden, z. B. Pop- und Rockkonzert, Kino, Sportveranstaltungen und das Theater. Die öffentlichen Freizeiteinrichtungen sollten rege genutzt werden.

Eigenverantwortung: Es bieten sich im Erfahrungsfeld Schule eine Reihe von Möglichkeiten um Eigenverantwortung zu übernehmen: Mitwirkungsmöglichkeiten im Rahmen der Schülermitverantwortung, Übernahme von Dienstleistungen, Sicherung der Selbständigkeit bei täglich wiederkehrenden Tätigkeiten, zeitliche Orientierung mit Hilfe von Zeitangaben mit den Schülern üben, Hinführung zu selbstgestaltetem Lernen und zur Entscheidungsfähigkeit durch Formen des offenen Unterrichts, Selbstversorgung (z. B. Körperpflege, Ernährung oder  An- und Ausziehen von Kleidung).

Vorbereitung auf die Arbeitswelt: Dies findet vorwiegend im letzten Hauptstufenjahr der Schüler statt. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Kennen lernen von Berufsfeldern und der Möglichkeit ausgewählte Praktika durchzuführen gelegt, um so die Schlüsselqualifikationen, wie z. B. Ausdauer, Pünktlichkeit oder der Entwicklung einer Arbeitshaltung anzubahnen.
Jeder Schüler der ein Praktikum macht hat einen standardisierten Praktikumsordner.
Am Ende des Besuchs der Hauptstufe, d.h. vor dem Wechsel in die Berufsschulstufe,
findet eine Berufswegekonferenz statt. Die Teilnehmer sind: Schüler, Eltern, Vertreter der Integrationsfachdienstes und der Werkstätte der Lebenshilfe sowie der Eingliederungshilfe, die jeweiligen Lehrer und die Schulleitung.

Ablösung vom Elternhaus:  Ein Schwerpunkt wir auf das realitätsnahe Vorbereiten unterschiedlicher Wohnformen durch Schulübernachtungen, Schullandheimauf-enthalte und Freizeiten gelegt. Dies beinhaltet das Mobilitätstraining.

Neue Medien: Dabei wird der Einsatz des Computers als Übungs- und Kommunikationsmedium erfahren. Weiterhin gehören dazu: Handy, MP3 Player, Spielkonsole und Internet.

3. Exemplarische Stundentafel:

Kulturtechniken: 6 Std.
Religion: 2 Std.
Musik/ Bildende Kunst: 4 Std.
Sport: 2 Std.
Schwimmen: halbjährlich 3 Std.
Selbständige Lebensführung: 6 Std.
Natur, Umwelt, Technik: 2 Std.
Mensch in der Gesellschaft: 2-3 Std.
Projektorientierter Unterricht: verbleibende Stunden

Die Schüler der Stammschule haben 34 Wochenstunden. Die Außenklassen orientieren sich am Stundenplan der kooperierenden Klasse. Dies betrifft sowohl die Anzahl der Unterrichtsstunden als auch der Unterrichtsfächer.